Zu Hause richtig kompostieren

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Wie Sie Küchenabfälle kompostieren

Zu Hause kompostieren ist kein schwieriges Unterfangen, vorausgesetzt Sie legen Ihren Kompost mit der richtigen Mischung aus Haushaltsabfällen an. Dazu zählen Küchenabfälle und Gartenabfälle.

Die richtige Mischung abbaubarer Bestandteile erlaubt dem Haufen sich in einen Kompost zu verwandeln, der reich an Nährstoffen ist und einen hohen Prozentsatz an Humus kreiert. Was darf also alles in einen Komposthaufen gegeben werden, wenn Sie richtig kompostieren wollen?

Zu Hause Küchenabfälle kompostieren Haushalt-Kompost

I. Braune Materialen: Trockene Blätter, Heu und Stroh, Papier, Pappe, hölzernen Rebschnitt und Gartenschnitt, Eierschalen, Teeblätter, Sägmehl, Hackschnitzel und Sägespäne, etc.

II. Grüne Materialen: Grünschnitt, Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz und andere Küchenabfälle, grünen Pflanzen- und Heckenbeschnitt, frischen Kuh- oder Hühnermist, Algen, Haare, etc.

Grüne Materialien haben einen größeren Anteil an Stickstoff als braune und beschleunigen daher den gewünschten Zersetzungsprozess indem sie die Mikroben nähren. Zu hohe Mengen an Stickstoff sind dagegen schädlich für die Mikroben und zu viel Grünschnitt kann die ganze Mühe um einen guten Kompost verderben. Genauso verhält es sich mit gekochten Gemüseabfällen, deren Fette den Abbauprozess sehr verlangsamen werden.

Sowohl bei Gartenkompostierung als auch beim Anlegen von Küchenkompost darf Rasenschnitt anfangs erst nur sparsam beigemischt werden; eine dünne Schicht davon als Abschluss über jeder Schicht brauner Materialien ist ausreichend. Natürlich kann Grünschnitt auch mit dem Rest der grünen Abfallmaterialien vermischt werden. Zu viel Grünschnitt bildet schleimige Klumpen, welche die Luftzirkulation stoppen und den Zersetzungsprozess nach einiger Zeit zum Stillstand kommt lassen. Darüber hinaus wird sich Ammoniak produzieren.

Garten- und Küchenkompost richtig anlegen

Falls Sie frischen Tierdung beimischen wollen, haben Sie die folgende Wahl: Geflügelmist (7:1), Schafdung (16:1), Pferdemist (22:1) oder Kuhmist (18:1). Es sollte also nur ein Anteil Geflügelkot auf sieben Anteile anderer Abfälle kommen; bei Schafsdung sind es nur sechzehn zu eins, während es bei Pferde- und Kuhdung sogar nur zweiundzwanzig bzw. achtzehn Anteile pro ein Anteil anderer Kompostmaterialien sein sollen. Dung liefert große Mengen an Stickstoff. Dies sollten Sie zusammen mit Grünschnitt sorgsam einsetzen. Eine geruchsärmere Alternative hierzu wäre Seegras und Algenabfälle, falls Sie solche zur Verfügung haben. Anderenfalls fallen in jedem Fall immer Gemüseabfälle und Kaffeesatz an. Als ein gutes Gegengewicht zum Stickstoff haben sich Sägmehl, Sägespäne und Hackschnitzel erwiesen. Diese Materialien sollten in sehr dünnen Schichten eingestreut werden oder können auch direkt mit grünen Abfällen wie Küchenabfall und Grasschnitt vermischt werden. Dagegen sollte behandeltes oder lackiertes Holz nicht verwendet werden.

Wenn es zur Wahl der Blätter kommt, sollten Walnussblätter nicht zur Liste der bevorzugten Arten gehören. Sie beinhalten Chemikalien, die viele Pflanzen am Wachstum hindern. Solange sie nicht vollkommen kompostiert wurden, sind sie keine gute Wahl für einen fruchtbaren Kompost. Eichenblätter wiederum sind säurehaltig (d.h. sie enthalten hohe Anteile an Gerbsäure) und benötigen sehr lange bis sie vollständig verwest sind. Doch wenn die Zersetzung einmal abgeschlossen ist, sind sie der beste Nährstoff für säureliebende Pflanzen. Solche Blätter sollten Sie besser getrennt kompostieren. Dadurch erhalten Sie eigenst Kompost für jede Pflanzen, die in sauren Böden am besten heranwachsen. Das selbe gilt für to wachsartige Blätter wie beispielsweise Lorbeer, Pinie oder Rhododendron.

Eierschalen sind in Ihrem Komposthaufen hervorragende Lieferanten von Kalzium und sind höchst empfehlenswert als Beimischung sowohl Küchenkompost als auch bei Gartenkompost. Das gleiche gilt für Teeblätter - sowohl für grüne wie für schwarze - und für Teebeutel.

Einige Materialien sollten Sie zu Hause keinesfalls unter Ihren Küchenkompost mischen

Holzasche liefert beides: Kalzium und Kalium; sie ist allerdings alkalisch. So Holzasche und Eichenblätter sind also eine ideale Kombination um pH-Werte zu erhalten, die jede mikrobielle Aktivität einschränken. Dagegen sollten Sie keine Kohle-Briketts und Asche von kommerziellen Holzscheiten oder Sperrholz Ihrem Kompost hinzufügen. Auch Wachs oder allerlei Petro-Produkte (z.B. Plastik und andere Kunststoffe) haben nichts im Kompost zu suchen, da sie Ihren Anstrengungen für einen gesunden Kompost nur entgegenwirken. Daneben gibt es weitere Hausabfälle, wie Milchprodukte, gekochte Speisen und Fleisch, die Sie Ihrer Kompostmiete ebenfalls nicht beigeben sollten, da diese Materialien auch einige Nachteile mit sich bringen und obendrein einen faulen Geruch entwickeln. Das selbe gilt für Hunde- und Katzenkot.

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Was Sie wissen sollten, wenn Sie erfolgreich zu Hause kompostieren wollen