Thermokomposter und andere Methoden des Kompostierens

Thermokomposter und andere Methoden des Kompostierens (Logo)Warmkompostierung von Laub und Grünschnitt (Header)

Zusätzliche Informationen zum Kompostieren

Sie befinden sich hier: Bio-Kompost Informationen > Kompostieren hat viele Vorteile > Thermokomposter und andere Komposter-Optionen

Viele Kompostierverfahren können in kurzer Zeit gesunden Dünger erzeugen

Bevor wir die verschiedenen Methoden des Kompostierens genauer darlegen, wollen wir klarstellen, dass in "kurzer Zeit" so in etwa alles zwischen 10 bis 52 Wochen umschreiben kann, eben je nach Kompostmenge, Kompostmaterialien, Kompostierverfahren und anderen örtlichen Gegebenheiten.

Die Geschwindigkeit, in der ein brauchbarer Kompost entsteht, hängt in erster Linie von der ausgewählten Technik der Kompostierung ab. Warmkompostierung mit einem Thermokomposter bedingt andere Abbauzeiten als die Verrottung eines Küchen- und Kaffeesatz Kompost oder eines Orangenschalen Kompost.

Materialien in einer Kompostmiete in Schichten anlegen Kompostmiete in Schichten anlegen

Sollten Sie vornehmlich Eichenlaub kompostieren, kann dies schneller geschehen als wenn Sie große Mengen Grünschnitt zersetzen lassen wollen. Jede Methoden ringt ihren eigenen Zeitplan mit sich. Sie können jene erdig riechende Masse von dunklem, krümeligem Humus nicht über Nacht herstellen. Gerade in der Endphase weist der Kompost ganz andere Eigenschaften auf als zu Beginn, wenn beispielsweise die unterschiedlichen Schichten braunen und grünen Kompostmaterialien sorgfältig getrennt geschichtet sind. Kompostieren bedarf also Zeit und etwas Hintergrundwissen, bevor selbstgemachter organischer Dünger Ihrem Gartenboden neues Leben geben kann.

Kompostieren erfordert den Abbau von organischen Materialien. Dies geschieht mit Hilfe von Mikroorganismen und Würmern, die Teil eines eigenen Ökosystem im Komposthaufen sind. Je idealer die Bedingungen für diese "Helfer" sind und je besser Wärme und Feuchtigkeit den Verrottungsprozess befördern, desto hochwertiger wird der Kompostdünger werden. Sie sind also gefordert die Kompostmaterialien in den passenden Mengen zur Verfügung zu stellen, damit die Mikroorganismen Nahrung haben. Außerdem müssen Sie sicher stellen, dass die Abfälle in Ihrem Kompostbehälter ausreichend belüftet werden und immer in einem leicht feuchten Zustand ist. Andernfalls sollten Sie den Kompost durch regelmäßiges Wenden auflockern und durch Besprühen anfeuchten.

Auch die Beibehaltung einer idealen Temperatur ist sehr wichtig, wenn Sie erfolgreich kompostieren wollen. 30° bis 55° Celsius (etwa 90 bis 135 Grad Fahrenheit) haben sich als beste Temperatur zum Kompostieren erwiesen. Bei der Warmkompostierung mit Hilfe eines Thermokomposters werden gar bis zu 70° Celsius (zirka 155 Grad Fahrenheit) erzielt. In diesem Gesichtspunkt sind Komposter mit einem Kompostthermometer bei solchen Temperaturen äußerst nützlich. Sobald die Temperaturen den oberen Bereich der Skala erreichen, wird Ihr Komposthaufen sozusagen ruckartig durchgeschüttelt. Wenn dies eintritt, wenden Sie die Kompostmaterialien um und besprühen Sie den ganzen Haufen.

Es ist von großer Bedeutung, dass Sie den leicht feuchten Zustand Ihrer Kompostmiete immer aufrecht erhalten, denn dann arbeiten sich die Würmer und Mikroorganismen so am besten voran. Sowohl Würmer als auch Käfer und sogar die Bakterien oder Pilze entwickeln sich am besten, wenn sie inmitten einer warmen und feuchten Umgebung heranwachsen. Viele Menschen schütten Wasser in den Kompost, aber sie könnten wesentlich günstigere Resultate erzielen, wenn sie den Kompost mit einem feinen Sprühnebel befeuchten würden. Dies ist ein wichtiges Detail, das viele Kompostierer oft übersehen. Es verringert den Wasserbedarf zur Befeuchtung der Materialien, hält den Komposthaufen jederzeit befeuchtet und beugt einem Verdunsten durch absorbieren vor.

Organische Hausabfälle unter angemessenen Bedingungen kompostieren

Kompostieren bedeutet nicht, dass Sie einfach alle möglichen Organischen Garten- und Küchenabfälle in einer Kompostkiste zusammen schütten und warten bis alles verrottet. Richtig kompostieren heißt, dass Sie organischen Abfall unter angemessenen Mengen und unter geeigneten Bedingungen zusammenbringen und zersetzen lassen. Es sind ein paar Kleinigkeiten zu beachten, doch genau diese machen am Ende den Unterschied zwischen hochwertigem Kompost und einfach verrottetem Müll aus. So sollten Sie die organischen Küchenabfälle wie Eierschalen, Papier oder Pappe, Obst-, Gemüse- und Pflanzenreste sowie Grünschnitt oder Eichenlaub geschreddert, zerhackt oder zermahlen sein, bevor Sie diese Materialien auf den Komposthaufen, in die Kompostkiste oder in den Thermokomposter werfen. Denn dies ermöglicht, dass Würmer und Bakterien Ihren organischen Hausmüll leicht aufnehmen und abbauen können.

Auch die aufwendigsten, käuflich erhältlichen Komposter können in einer angemessenen Zeitspanne keine guten Ergebnisse erzeugen, wenn der Kompost zu willkürlich und unabgestimmt zusammen gestellt wurde. Wenn Sie nur Grünschnitt oder Eichenlaub kompostieren wollen, wird der ganze Abbauprozess wesentlich länger in Anspruch nehmen, als wenn Sie eine ideale Kompostmischung aus grünen und braunen Materialien ansetzen und die Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis beachten. Ebenso verhält es sich, wenn sich darauf spezialisieren einzig Kaffeesatz Kompost oder Orangenschalen Kompost anzulegen. Häusliche Abfälle wie zerkleinertes Zeitungspapier, Reisig, Tannenzapfen, Holzspäne und Baumwollreste helfen Ihren Kompost schneller zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Dagegen stellen Metalle und Plastikteile ein großes Hindernis für jeden Komposter dar.

Warmkompostierung und der Einsatz von Drehkompostern verhelfen zu einem schnellerem Erfolg

Wenn Ihnen häufiges Wenden des Komposts zu arbeitsintensiv ist, sollten Sie sich eine drehbare Komposttonne erwerben. Diese Komposter erlauben Ihnen die gesamte Tonne mit einer Kurbel oder sogar motorgetrieben zu drehen und so das Kompostgemisch zu belüften. Diese Kompostbehälter lassen sich auch zur Warmkompostierung einsetzen. Im Gegensatz zu einem traditionellen Komposthaufen sind bei Drehkompostern und Thermokompostern die Abfallmengen allerdings beschränkt. Zahlreiche Haushalte mit durchschnittlich groß anfallenden Abfallmengen entscheiden sich für diese käuflich erhältlichen Komposter, denn die höheren Kosten in der Anschaffung wiegen die große Arbeitserleichterung beim Kompostdrehen und belüften wieder auf. Bei der Warmkompostierung mit Thermokompostern und drehbaren Komposttrommeln wird der fertige Dünger auf eine wesentlich leichtere Art erzeugt, weil das Belüften der Abfallmasse ohne großen Aufwand möglich ist. Außerdem halten diese geschlossenen Behälter die Feuchtigkeit im Innern besser stabil, wodurch Sie seltener bewässern oder besprühen müssen. Das erklärt, weshalb bei diesen idealen Bedingungen der gesamte Verrottungsablauf beschleunigt wird und Sie bereits nach den ersten drei Wochen erste Veränderungen in Richtung effizientem Kompostieren sehen können.

Dies ist noch nicht der beste zu erwartende Kompostdünger, doch er könnte bereits zur Anreicherung der Gartenerde verwendet werden. Um den wahren reichhaltigen, erdigen Humus zu halten, sollten Sie mindestens 40 Wochen abwarten. Letztlich liegt die Entscheidung also bei Ihnen, welch nährstoffreichen, organischen Dünger Sie in welcher Zeit und mit welcher Kompostiermethode herstellen wollen. Wägen Sie Ihre räumlichen Gegebenheiten und die anfallende Abfallmenge sorgfältig ab und entscheiden Sie sich dann für das Verfahren, das Ihnen in der angemessensten Zeitspanne die besten Resultate liefert.

Sitemap   Impressum   Kontakt   Rechtliches & Haftungsausschluss
© 2010-2018 Bio-Composting.de - Alle Rechte vorbehalten

Warmkompostieren kann in relativ kurzer Zeit bereits einen exzellenten Naturdünger herstellen